Sexismus in der Öffentlichkeit – Deine Stimme zählt !

businessman looking up and showing fist

businessman looking up and showing fist to big screaming woman over dark background

An der Bushaltestelle blöd angemacht, auf der Straße hinterher gepfiffen, im Park angesprochen, im Bus gestreift, am Ausgang der Schule/Arbeit angepöbelt, auf dem Heimweg nach der Party verfolgt, auf Facebook belästigt …Sexismus in der Öffentlichkeit …
Hast du das nicht SATT? WIR SCHON !Viele Frauen erleben Sexismus (Beleidigungen, Belästigungen usw.) in der Öffentlichkeit (auf der Straße, im Park, an der Bushaltestelle usw.). Wenn auch DU schon einmal eine solche Situation oder unangenehme Erfahrungen gemacht hast, dann berichte uns davon. Hierfür bitten wir dich, diesen Fragebogen auszufüllen. Unser Ziel? Wir möchten so viele Erfahrungsberichte wie möglich sammeln, um Änderungen im Gesetz gegen Sexismus im öffentlichen Raum zu erwirken. Wir fordern ein Gesetz das wirklich unseren Bedürfnissen entspricht.

PS: Die Informationen und Angaben aus dieser Umfrage dienen ausschließlich der Arbeit der Frauenliga/Vie Féminine und werden anonym gehalten.

Hier gehts zur Umfrage.

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfmJWpibd3J_73ZkPguMiZXT0DOEbK5ENuAlfZJCmqBVSFcqg/viewform

„ER NANNTE MICH SCHLAMPE UND SCHWEINEHUND“

 

businessman looking up and showing fist

businessman looking up and showing fist to big screaming woman over dark background

Erfahrungsbericht einer jungen Frau in der Ausbildung zur Frisörin.

 

Ich durfte Lena (Name wurde abgeändert) kennen lernen und sie erzählte mir folgende Geschichte:

Vor einigen Jahren hatte Lena eine Ausbildung zur Frisörin begonnen. Es schien perfekt! Obwohl sie nur einfache Aufgaben, wie kehren, waschen, … machen durfte, gefiel ihr der Job sehr. Im zweiten Ausbildungsjahr begannen dann die Probleme. Ihr Chef entlohnte sie noch immer wie im ersten Ausbildungsjahr, obwohl ihr bereits mehr zustand. Er forderte den Differenzbetrag zum ersten Lehrjahr bar von ihr zurück. Dabei war ihr nicht wohl und trotzdem wehrte sie sich nicht – sie war froh, diese Ausbildungsstelle zu haben. Auch für Überstunden am Wochenende und Schultage bekam sie weder Vergütung noch Freizeitausgleich. Das Fass zum Überlaufen schließlich brachte, dass ihr Chef sie – am Anfang selten und später immer öfter – Schlampe oder Schweinehund nannte. Er fand das sehr amüsant, sie vor den Kunden zu erniedrigen. Selbst die Kunden im Salon lachten darüber. In unserer Unterhaltung musste sie gestehen, am Anfang auch darüber gelacht zu haben. Als diese Erniedrigungen aber immer extremer und häufiger vorkamen, wollte sie das nicht mehr! Sie beschloss zusammen mit ihren Eltern, das Ausbildungsverhältnis zu beenden. Als sie ihren Chef damit konfrontierte, sagte er nur kalt: „Aus dir wird ja eh nichts!“ Sie wandten sich an das zuständige Lehrlingssekretariat. Dort nahmen sie ihre Beschwerde zwar auf, sagten aber direkt, dass sie da nichts machen könnten!

Heute – um viele Erfahrungen reifer – sagte sie mir, das ihr diese Erfahrung immer noch nahe gehe, sie aber gelernt habe, sich zu wehren und Ungerechtigkeiten nicht mehr hinzunehmen.

Kinder dürfen kein Grund für eine Job-Absage sein

cropped-fotolia_63212802_xl1.jpg 

Eine Frau hat sich Aufgrund ihrer Mutterrolle benachteiligt gefühlt.Sie hat den Fall vor Gericht gebracht, und Recht bekommen.

 

Bekommen Jobsuchende eine Stelle nur deshalb nicht, weil sie ein schulpflichtiges Kind haben, ist das unzulässig. Es liegt ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz  vor – Bewerbern steht dann eine Entschädigungszahlung zu. Das hat das Landesarbeitsgericht Hamm entschieden.

In dem verhandelten Fall bewarb sich eine Frau bei einem Radiosender als Buchhalterin. Sie bekam eine Absage. Mit dem Schreiben kamen auch ihre Bewerbungsunterlagen zurück. Im Lebenslauf war neben ihrer Angabe „verheiratet, ein Kind“ handschriftlich ergänzt, dass das Kind sieben Jahre alt sei. Diese Angabe war außerdem unterstrichen worden. Die Bewerberin sah darin eine Diskriminierung ihres Geschlechts – und erhob Klage.

Mit Erfolg. Das Landesarbeitsgericht sprach der Frau in zweiter Instanz 3000 Euro Entschädigung zu. Die Richter sahen in der Ablehnung eine mittelbare Diskriminierung wegen ihres Geschlechts. Da nach wie vor Frauen die Kinderbetreuung häufiger übernehmen als Männer, sei die Frau mittelbar wegen ihres Geschlechts benachteiligt worden. Der handschriftliche Vermerk auf dem Lebenslauf lege nahe, dass die Bewerberin unter anderem deshalb abgelehnt wurde, weil sie ein siebenjähriges Kind betreuen muss.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, in nächster Instanz entscheidet das Bundesarbeitsgericht. Angaben zu Kindern muss man nicht in den Lebenslauf schreiben, ebenso wenig wie die Religionszugehörigkeit oder die politische Gesinnung.

Es ist nicht in Ordnung das eine Mutter in der Jobsuche benachteiligt wird.

Hattet ihr auch schonmal das Gefühl aus genau diesem Grund eine Absage bekommen zu haben?

Teilt gerne mit uns eure Erfahrungen und Meinung.

Was heißt Sexismus eigentlich?

cropped-fotolia_63212802_xl1.jpgWenn wir das Wort Sexismus hören denken wir gleich – bloß nicht!

Wir wollen mal aufräumen und erklären was das Wort eigentlich bedeutet.

Sexismus – Definition

Sexismus bezeichnet jede Form der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres zugeschriebenen Geschlechts sowie die diesem Phänomen zugrunde liegende Geschlechterrollen festschreibende und hierarchisierende Ideologie. Er bezieht sich auf gesellschaftlich erwartete geschlechtsspezifische Verhaltensmuster (Geschlechterstereotype), wobei Männer eine privilegierte Position haben (Patriarchat) und deshalb primär Frauen als von Sexismus betroffen gelten. Aus sozialpsychologischer Perspektive können gleichwohl auch Männer von Sexismus betroffen sein.

Sexismus ist kulturell bedingt und institutionell verankert. Da er ein gesellschaftliches Machtverhältnis widerspiegelt, sind die Erscheinungsformen zeitlich und kulturell verschieden und determiniert. Deutlich wird dies z.B. an der Veränderung der Vaterrolle oder auch in der Aufnahme von Frauen in den Militärdienst.

Ursprünglich wurde der Begriff in den 1960er Jahren in der US-amerikanischen Frauenbewegung als Analogie zu racism (Rassismus) eingeführt. 1976 hielt er durch das Buch von Marielouise Janssen-Jurreit „Sexismus: Über die Abtreibung der Frauenfrage“ Einzug in den deutschen Sprachgebrauch. Gleichwohl entstand im Zuge der zweiten Welle der Frauenbewegung bereits Ende der 1960er Jahre eine intensive Auseinandersetzung mit institutionalisierter Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Darüber hinaus wurde unter der Parole ‚Das Persönliche (oder Private) ist politisch‘ auch die individuelle, alltägliche Benachteiligung von Frauen kritisiert. In den 1980er Jahren öffnete sich der feministische Diskurs gegenüber doppelter bzw. dreifacher Unterdrückung von Frauen durch die Wahrnehmung der Verschränkung von sexistischer mit rassistischer Diskriminierung und der Diskriminierung aufgrund der sozialen Klasse.

Anfang der 1990er Jahre wurde die Sexismusdefinition im poststrukturalistischen Diskurs um die Kritik des heterosexuellen Begehrens sowie der sozialen Konstruktion binärer Geschlechtskörper erweitert und mit dem Begriff des Heterosexismus konkretisiert. Zusätzlich zur untergeordneten gesellschaftlichen Position von Frauen wurde die Diskriminierung gegenüber Lesben, Schwulen, Transgender und Intersexuellen diskutiert.

In der Geschlechterforschung der 1990er Jahre erfolgte durch die Unterscheidung in traditionellen und modernen Sexismus eine Differenzierung des Konzepts. Traditioneller bzw. offener Sexismus basiert auf drei Kriterien: „(a) stereotypkonforme Betonung von Geschlechterunterschieden, (b) Minderwertigkeit von Frauen (relativ zu Männern) und (c) Befürwortung herkömmlicher Geschlechterrollen“. Moderner Sexismus (auch verdeckter oder Neosexismus) zeichnet sich „…durch ein Abstreiten, dass sexuelle Diskriminierung weiterhin als Problem besteht, Feindseligkeit gegenüber Frauengruppierungen und durch den Glauben daran, dass Regierung und Medien sich zu sehr mit Maßnahmen für Frauen beschäftigen…“, aus.  Gemeinsam ist dem traditionellen und modernen Sexismus die überwiegend negative Bewertung von Frauen bzw. frauenrelevanten Themen.

Eine positive Bewertung von Frauen kann ebenfalls sexistisch sein, wenn sie der Aufrechterhaltung der patriarchalen Gesellschaftsstruktur und Rechtfertigung offener Diskriminierung von Frauen dient. Einstellungen wie ‚Frauen sollten umsorgt und beschützt werden‘ stellen eine solche Form des ‚positiven‘ Sexismus dar und werden als benevolenter Sexismus (auch Kavalierstum, chivalry, Ritterlichkeit) bezeichnet. Die Theorie des ambivalenten Sexismus benennt als komplementäre Einstellungskomponente zu Benevolenz Hostilismus bzw. Hostilität. Diese negativen, feindseligen Bewertungen von Frauen basieren auf klassischen gesellschaftlichen Macht- und Statusunterschieden zwischen den Geschlechtern. Hostile Äußerungen sind beispielsweise ‚Frauen sind zu schnell beleidigt‘ oder ‚Die meisten Frauen sehen gar nicht, was Männer alles für sie tun‘

Die feministische Sprachwissenschaft unterscheidet zwischen sprachlichem Sexismus im Sinne einer weit verbreiteten sexistischen Denk- und Sprachweise, die tief im alltäglichen Sprechen verankert ist, und sexistischer Sprache, die sich auf gesellschaftspolitische bzw. frauenpolitische Fragestellungen bezieht.

Durch Bücher wie „Wir Alphamädchen“ (Haaf, Klingner & Streidl, 2008) oder „Neue deutsche Mädchen“ (Hensel & Raether, 2008) wurde ab Anfang der 2000er Jahre Sexismus unter dem Label ‚Neuer Feminismus‘ bzw. ‚Popfeminismus‘ diskutiert. Zu Beginn des Jahres 2013 erfuhr die Sexismus-Debatte große mediale Aufmerksamkeit, ausgelöst durch den Artikel der Journalistin Laura Himmelreich im Magazin „Stern“, in welchem sie das Verhalten des FDP-Politikers Rainer Brüderle als sexistisch darstellt. Im Anschluss an das Erscheinen des Artikels veröffentlichten innerhalb von drei Tagen auf Twitter unter dem Schlagwort ‚Aufschrei‘ über 60.000 Frauen ihre alltäglichen Erfahrungen mit Sexismus.

Und? Deckt sich diese Definition mit eurer Eigenen?

Lieber Personachef, erinnerst du dich noch an die junge Mutter?

cropped-fotolia_63212802_xl1.jpg

Bleiben Kinder ein Makel in der Arbeitswelt?

Anne-Luise hat einen Job nicht bekommen, weil sie Mutter ist. Nun hat sie einen Brief an den Personalverantwortlichen verfasst.

Hallo lieber Personaler,

erinnerst du dich noch an mich? Ich bin es, die junge Frau, die sich bei dir auf einen guten Job beworben hat. Meine Unterlagen müssen dir gefallen haben, denn ich wurde zu einem ersten Assessment Center eingeladen und konnte mich an diesem Tag beweisen. Zwischen sieben weiteren Kandidaten saß ich und erzählte nicht nur meinen Lebenslauf, sondern zeichnete, fragte und bewertete auch die anderen Bewerber und Bewerberinnen. Unter den Bewerbern gab es nur zwei Frauen. Und unter uns war der Konkurrenzkampf dementsprechend hoch.

Am Ende des Tages riefst du mich in dein Büro und gabst mir einen Umschlag mit dem neuen Termin für ein Einzelgespräch mit der Geschäftsführung. Weißt du das noch? Ich war so froh und glücklich, ich strahlte und schüttelte dir die Hand. Am Abend erzählte ich meinen beiden Kindern davon. Sie waren stolz auf mich und lernten mit mir gemeinsam für das anstehende Gespräch.

Die Tage vergingen und der nächste Gesprächstermin stand an. Wir trafen uns dieses Mal im Headquarter der Firma. Ich war am Abend vorher angereist und hatte meinen Kindern durch das Telefon einen Gute-Nacht-Kuss gegeben. Sie drückten mir die Daumen und hatten mir Playmobilfiguren in die Tasche gepackt. Deine Assistentin wies mich am nächsten Morgen ein und gab mir die neuen Präsentationsaufgaben.

Sie sagte mir, dass noch ein anderer Kandidat aus einer anderen Bewerbungsrunde mit im Haus sei, gesehen habe ich ihn nicht.  Ich strengte mich an und wir trafen uns in einem Raum mit einer langen Tischreihe wieder. Weißt du das noch? An dem Tisch saßen vier Männer und eine Frau. Sie war die Gleichstellungsbeauftragte und schaute mich lächelnd an. Ich gab dir die Hand und stellte mich vor.

Die Präsentation lief gut. Schließlich fragte man mich, wie viele Kinder ich hätte und ich antwortete, es seien zwei, die rundum in der Kita und von meinem Mann betreut würden.

Alle machten sich Notizen. Niemand fragte weiteres zu meiner Familie, oder zu unserem Lebensmodell. Es interessierte nicht, dass mein Mann nicht nur zehn Monate Elternzeit genommen hatte, um mich zu unterstützen, sondern auch Student ist.

Ich hatte das Gefühl, diesen neuen Job schon in der Tasche zu haben. Ich bin gut ausgebildet,war sehr gut vorbereitet und professionell aufgetreten.

Bereits einen Tag später kam ein Anruf von dir. Du wolltest mir vorab mitteilen, dass der andere Kandidat die Stelle bekommen habe. Ich fragte nach Gründen. Du sagtest mir unter vorgehaltener Hand, dass der Mann zeitlich flexibler sei als ich. Ich als Mutter könne das doch gar nicht leisten, diesen 40-Stunden-Job, sagtest du mir. Und das obwohl du wusstest, dass ich mich aus einer anderen Vollzeitstelle heraus beworben hatte. Ich wollte dich in diesem Moment durch das Telefon ziehen und dir mein Leben zeigen, weißt du das eigentlich?

Du sagtest mir, dass wir beide gleich gut qualifiziert und gleich gut aufgetreten wären. Der Haken seien meine Kinder. Der Mann hätte auch eines, aber da sei die Frau zu Hause. Ich sagte nichts mehr am Telefon, aber innen drin, ganz tief innen drin, da war ich so wütend. Ich weiß, dass du es mir so nicht schreiben konntest, ich hätte mich einklagen können. Der Brief einige Tage später war eine Standardabsage.

Wie vielen Frauen geht es wohl wie mir jeden verdammten Tag in dieser Arbeitswelt? Bleibt denn die Möglichkeit, Kinder zu gebären, immer ein Makel?

Erinnerst du dich noch an mich, lieber Personaler, und erinnerst du dich an all die anderen gut ausgebildeten Frauen, die Kinder haben und die auf dem Arbeitsmarkt genau an solchen Männerrunden wie deinen immer wieder scheitern, lieber Personaler? Weißt du eigentlich, dass sie jeden Tag aufs Neue scheitern?

Deine Alu

Quelle: Pixabay

Was meint ihr zu dem Thema? Habt ihr auch schon mal sowas ähnliches erlebt?

 

 

Was ist eigentlich Diskriminierung?

 

cropped-fotolia_63212802_xl1.jpgDieser kleine Artikel ist wundebar einfach erklärt und trifft es auf den Punkt.

Die Menschenrechtskonvention bestimmt, dass alle Menschen die gleiche Würde und die gleichen Rechte haben. Somit darf niemand benachteiligt  werden, denn Diskriminierung ist eine Verletzung der Menschenrechte! Dennoch werden in Belgien und Europa immer noch bestimmte Menschengruppen benachteiligt. Doch was genau ist Diskriminierung und wer ist davon betroffen?

Was ist Diskriminierung?

Das Wort Diskriminierung kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „Unterscheidung“.  Diskriminierung beschreibt also die unterschiedliche Behandlung von Menschen. Die Benachteiligung von Menschen kann auf verschiedene Eigenschaften beruhen. Besonders häufig werden Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihres Alters diskriminiert. Hierbei gibt es meist eine Gruppe von Menschen, die diskriminiert wird, und eine Gruppe von Menschen, die dadurch Vorteile hat.

Wie funktioniert Diskriminierung

Diskriminierung beruht meist auf Vorurteilen. Vorurteile sind Annahmen, die man von einer bestimmten Menschengruppe hat, meist sogar ohne die Menschen zu kennen. Dass Menschen Vorurteile haben ist ganz normal. Es ist aber wichtig zu wissen, dass diese ganz oft nicht stimmen und schon gar nicht für eine ganze Gruppe. Dafür ist es auch nötig zu erkennen, welche Vorurteile man überhaupt hat. Typische Vorurteile beginnen so:  „Frauen sind…“, „Kinder sind…“, „Afrikaner sind…“, „Rollstuhlfahrer sind…“ oder „Muslime sind…“. Solche Aussagen werden dazu genutzt, zu rechtfertigen, warum manche Menschen besser oder schlechter behandelt werden dürfen als andere. Das ist aber falsch! Denn jeder Mensch ist einzigartig und sollte nicht aufgrund irgendeiner persönlichen Eigenschaft in eine Gruppe gesteckt und diskriminiert werden.

Warum werden Menschen diskriminiert?

Es gibt unterschiedliche Formen von Diskriminierung. Eine davon wollen wir euch im Folgenden genauer vorstellen.


… aufgrund des Geschlechts

Die Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes wird häufig auch als Sexismus bezeichnet.  Das kommt von dem Englischen Wort „sex“ das Geschlecht bedeutet. Sexismus ist zum Beispiel, wenn Frauen oder Mädchen anders als Männer oder Jungen behandelt werden (meist schlechter), nur weil sie weiblich sind. Eigentlich ist eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts in Belgien gesetzlich verboten. Denn im Grundgesetz steht, dass Frauen dieselben Rechte haben wie Männer. In der Realität erfahren Frauen und Mädchen aber noch immer eine Benachteiligung – auch in Belgien. So erhalten Frauen für ihre Arbeit meist weniger Anerkennung und ein niedrigeres Gehalt als Männer.

Es ist nicht in Ordnung uns Frauen, einfach Aufgrund unseres Geschlechts, die gleichen Rechte und Möglichkeiten zu verwähren.

Ist euch auch schonmal passiert, das ihr nach einem Gespräch vielleicht das Gefühl hattet nicht gerecht und gleich behandelt worden zu sein?

Frauen im Sonderangebot 22 % günstiger!

cropped-fotolia_63212802_xl1.jpgFrauen im Job – heute NORMAL.

Zum Glück sind die Zeiten vorbei, wo Ehefrau um Erlaubnis fragen muss um arbeiten gehen zu dürfen. Trotzdem das die Gleichberechtigung weit voran geschritten ist, ist das Gehalt immer noch ein grosses Streitthema. Im Schnitt verdienen Frauen 22 % weniger als ihre männlichen Kollegen. Nachstehend habe ich ein paar mögliche Ursachen zusammen getragen. Diese alleine decken aber nicht das gesammte Spektrum der finanziellen Benachteiligung ab.

Mögliche Ursachen für ungleiche Bezahlung

Als Gründe für die fortwährende Benachteiligung der Frauen in Sachen Gehalt werden ganz verschiedene Faktoren genannt.

  1. Bescheidenheit

Frauen fragen, statistisch gesehen, seltener nach einer Gehaltserhöhung. In Verhandlungen sind sie weniger fordernd. Auch neigen sie tendenziell dazu, ihre eigenen Erfolge kleinzureden oder als Teamergebnis auszugeben. Das erschwert es ihnen häufig, ihr Gesuch nach mehr Lohn vor dem Chef zu rechtfertigen.

  1. präferierte Berufe

Noch immer ist es so, dass in den gutbezahlten Branchen (Technik/Naturwissenschaften) vor allem Männer arbeiten und in den tendenziell schlechter bezahlten Feldern (Pädagogik, Pflege etc.) vorrangig Frauen beschäftigt sind. Dies liegt unter anderem daran, dass Frauen eher noch als Männer nach Berufen suchen, die sich gut mit einer eventuellen Familienplanung vereinbaren lassen.

  1. Führungspositionen

Diese werden viel häufiger von Männern bekleidet als von Frauen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Von der Familienplanung, die weiterhin vielen Frauen bei der Verfolgung einer eigenen Karriere im Wege steht, über die bereits erwähnte Bescheidenheit bis hin zu verdeckter oder gar offener Diskriminierung weiblicher Angestellter sind allerlei Faktoren denkbar.

  1. Auszeiten, Familiengründung etc.

Es sind immer noch hauptsächlich die Frauen, denen berufliche Nachteile aus der Familiengründung entstehen. So fallen sie im Schnitt viel länger aus als der Familienvater und steigen häufig nach Geburt der Kinder auf Teilzeitbasis wieder ein. Diese ist jedoch in vielen Fällen eine berufliche Sackgasse, da nicht nur die Bezahlung oft geringer ist, sondern auch die übertragene Verantwortung sowie die Aufstiegschancen. Deshalb führen Lohnunterschiede auf lange Sicht oft auch zu immensen Unterschieden in der späteren Rentenzahlung.

 

Einigen Punkten können wir als Frauen selber entgegenwirken andere Faktoren sind allerdings nur durch politische Maßnahmen und gesellschaftliches Umdenken zu beseitigen.

Wo seht ihr die Probleme des Lohnunterschiedes zwischen Mann und Frau?

Hören potentiell neue Chefs unsere biologische Uhr ticken?

 

cropped-fotolia_63212802_xl1.jpg

Weiblich, Anfang 30, hochqualifiziert: Job = NEIN, denn sie könnte ja schwanger werden!

Hattet ihr auch schon mal das Gefühl, das ihr zwischen den Absageschreiben-Zeilen genau das gelesen habt?

 

Ist es euch auch schonmal so ergangen… ihr kahmt aus einem Vorstellungsgespräch oder einem Mitarbeiterinnengespräch und dachtet, was war das denn bitte gerade? Ihr habt euch auch schonmal ungerecht behandelt gefühlt, nicht ernst genommen oder wurdet benachteiligt nur weil ihr eine Frau seid?! Erzählt uns die Dinge, die euch nerven, stören oder an die Decke gehen lassen. Diskriminierung ist keine Bagatelle, sondern ein ernsthaftes Problem, welches wir nicht akzeptieren wollen! Helft uns mit euren Erfahrungen darauf aufmerksam zu machen.